Besonderheiten in GIFLITZ

Was erwartet Sie in Giflitz?

Historischer Ortspfad

Ein besonderes Highlight in Giflitz ist der historische Dorfpfad, der 2017 unter der Federführung von Wolfgang Lübcke eröffnet wurde. An 17 Stationen informiert er anschaulich über die Geschichte und Besonderheiten des Ortes.

Mit liebevoll gestalteten Hinweistafeln wird die Vergangenheit von Giflitz lebendig und lädt zu einem informativen Rundgang durch den Ort ein.

Das Storchennest

Um das Jahr 1900 hatten die letzten Störche im Edertal bei Anraff gebrütet. Umso größer war die Überraschung, als sich im Jahr 2008 ein Storchenpaar auf einem Strommasten der Energie Waldeck-Frankenberg (EWF) ansiedelte. Ein Mitarbeiter des Energieunternehmens erlebte das so: Auf dem Computer-Bildschirm der Kontrollstelle wurde an der Wesemündung eine Störung angezeigt. War da etwa ein Baum auf die Stromleitung gefallen? Sofort startete ein Störtrupp, um vor Ort nachzusehen. Schnell war die Ursache gefunden.
Auf einem Strommasten hatte ein Storchenpaar mit dem Bau seines Horstes begonnen. Offensichtlich hatte dabei ein Ast die Leitung berührt, was zu einem Kurzschluss führte. Die EWF schalte eine Ringleitung, um das benachbarte Dorf Bergheim mit Strom zu versorgen. So gab es keine Gefahr mehr durch die Stromleitung für die Vögel an ihrem Horst. Die EWF übernahm eine Patenschaft für die Störche. Vor der Rückkehr der Störche im Jahr 2009  erfolgten dann Sicherungsmaßnahmen, indem der Horst durch einen Aufsatz höher gestellt wurde. Zudem wurden die Leitungsdrähte im Horstbereich isoliert.

Die Wappenvögel des Naturschutzverbandes kehren jedes Jahr an ihren Brutplatz an der Wesemündung bei Giflitz zurück. Das Storchen-Weibchen brütet dort alljährlich seit 2010. Es wurde am 6. Juni 2008 als eines von drei Nestlingen im Baseler Zoo in der Schweiz beringt. Das Männchen des jetzigen Brutpaares trägt ebenfalls einen Ring. Es brütet seit 2016 in Edertal und wurde am 8. Juni 2013 als Nestling in Rheinau-Freistett in Baden-Württemberg, südlich von Karlsruhe, beringt.

Quelle: https://www.nabu-edertal.de/

Evangelische Kirche

Die Kirche in Giflitz wird schon 1564 als Filial von Bergheim genannt. Über dem Portal steht die Jahreszahl 1625. Diese Zahl steht aber nicht für das Bebauungsjahr, sondern man geht davon aus, dass die Kirche um 1200 errichtet worden ist. Somit wäre die Kirche romanischen Urspungs. Dafür sprechen die dicken Mauern und die früheren kleineren Fenster und der ursprünglich engere Chorbogen. Die Buchstabenreihe CGVHZW bedeutet dabei wohl Christian Graf und Herr zu Waldeck. Als Bodenplatten wurden um 1758 Grabsteine aus der Johanniter-Hospitalkapelle bei Nieder Wildungen verlegt.

Kirchenvorstand Giflitz: Ein Anker der Gemeinschaft

Der Kirchenvorstand in Giflitz ist nicht nur für religiöse Belange zuständig, sondern engagiert sich aktiv in der Förderung des Zusammenhalts zwischen Jung und Alt. Sie organisieren generationsübergreifende Veranstaltungen wie zum Beispiel "Kirche kunterbunt" und sind ein wichtiger Treffpunkt für die Gemeinschaft.

Das Magazin

Das Magazin war ursprünglich ein Fruchtmagazin der Ortschaft Giflitz und wurde 1841 errichtet. Damals weit und breit das einzige seiner Art. Hunger aufgrund von Missernten führten in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts dazu, dass das eigentliche Saatgut für das Brot backen genutzt wurde. Der Fürst ordnete deshalb schon um 1820 an, Gemeinde-Fruchtmagazine zu errichten, wo sich die Menschen Saatgut leihen konnten. Heute dient der obere Raum den Jugendlichen als Rückzugsort und der Raum in der unteren Etage kann über den Ortsbeirat als Besprechungs-oder Seminarraum angemietet werden.

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